Therapieformen

in der Psychotherapie

 

Eine allgemeine Definition des Wiener Psychotherapeuten Hans Strotzka (1978) definiert den Begriff der Psychotherapie folgendermaßen:

 

 

 

 

Psychotherapie ist

 

  • ein bewusster und geplanter interaktioneller Prozess

 

  • zur Beeinflussung von Verhaltensstörungen und Leidenszuständen,

 

  • die in einem Konsensus (zwischen Patient, Therapeut und Bezugsgruppe) für behandlungsbedürftig gehalten werden,

 

 

 

 

  • mit psychologischen Mitteln (durch Kommunikation) meist verbal aber auch nonverbal 

 

  • in Richtung auf ein definiertes gemeinsames Ziel (Symptomminimalisierung und/oder Strukturänderung der Persönlichkeit)

 

Meine persönliche Meinung:

 

Sinnvollerweise wird ein integriertes Verfahren angewandt, welches sich aus verschiedenen Methoden zusammensetzt und sich an den Symptomen, Möglichkeiten und Wünschen des Patienten/ Klienten orientiert (voraus gesetzt der Therapeut beherrscht Methodenvielfalt).

 

 

 

 

 

 

 

  • mittels lehrbarer Techniken
    auf der Basis einer Theorie des normalen und pathologischen Verhaltens.

 

(angelehnt an Impulse e.V. Studienbrief 11, S.13)

 

 

 


Trauma-Therapie

Die Symptome einer Traumatisierung werden aktuell unter verschiedenen Namen eingeordnet:

 

Hier gibt es die sehr bekannte PTBS (Posttraumatische Belastungsstörung), die weniger bekannte chronische PTBS und die offiziell noch nicht verwendete komplexe PTBS. Welche Bezeichnung nun auf einen selbst zutrifft, lässt sich am ehesten in einer Therapie herausfinden, denn nicht immer liegen die Ursachen für die eigenen Beschwerden direkt auf der Hand.

 

Die Gründe für das Aufsuchen eines Therapeuten können dann auch vielfältig sein und vor allem individuell verschieden, doch ist der Leidensdruck meist sehr hoch. Da jeder Mensch auf Grund seiner genetischen Voraussetzungen, seiner familiengeschichtlichen Herkunft und seiner persönlichen Bewältigungsstrategien seine eigene Art und Weise hat, mit einem oder mehreren Ereignissen bzw. Zuständen umzugehen, gibt es auch keine allgemeintypischen Antworten auf die Frage: Welche Symptome müssen vorkommen, um die entsprechende Trauma-Bezeichnung zu verdienen, und welche Behandlung muss darauf erfolgen? Wichtig ist, dass Trauma-Erfahrungen sich nicht einfach ins Gedächtnis integrieren lassen, sondern dass sie zu Störungen führen, welche soziale Beziehungen, Arbeitsfähigkeit und die persönliche Befindlichkeit bis aufs Äußerste belasten können. Die Art des Traumas lässt häufig einen Zusammenhang zum Beschwerdebild vermuten, doch reagiert jeder Mensch anders auf ein und dasselbe Ereignis. Immer wieder auftauchende Bilder und Gefühle – ausgelöst durch Trigger - wie Ohnmacht, Trauer, Wut, Angst oder Leere, des Weiteren körperliche Symptome, wie Schlafstörungen, Herzklopfen, Schweißausbrüche oder Kreislaufbeschwerden u.a. können vorkommen. Es mögen auch ganz abstruse Gefühle von Ekel oder Fremdsein und sogar Amnesien oder Lähmung auftreten. Häufig wird der Versuch unternommen, Symptome auslösende Konfliktsituationen zu vermeiden

 

oder zu bekämpfen, um die eigene Hilflosigkeit zu überwinden. Auch ist die Versuchung dann groß, sich zu betäuben oder abzulenken. Aber das funktioniert nicht.

 

Welches Ereignis oder welcher Zustand letztlich zu einer behandlungsbedürftigen Traumatisierung führt, ist ebenfalls individuell verschieden. Der Verlust eines geliebten Menschen, das Miterleben eines Unfalls, eine lebensbedrohliche Situation, wie eine Krankheit oder ein Überfall, Missbrauch und Gewalt, aber auch das Ausbleiben von Rückhalt in einer persönlichen Notsituation, die Unfähigkeit, seinen Zustand mitzuteilen, können eine Traumatisierung hervorrufen. In jedem Fall ist die Aussprache, sowie emotionale Betreuung nötig, um eine (weitere) Chronifizierung oder Wesensveränderung zu verhindern. Nicht immer können Betroffene den Zusammenhang zwischen der Ursache und den persönlichen Folgen selber herstellen. Eine psychotherapeutische Behandlung ist auf keinen Fall kontraindiziert.

 

Neben einer ausreichenden Stabilisierung, sollte in der Therapie eine ausführliche Aufklärung erfolgen. Zu jedem Zeitpunkt müssen die gemeinsame Vorgehensweise sowie das angestrebte Ziel transparent sein und im gegenseitigen Einverständnis entwickelt werden. Ganz wichtig ist es, dass der Betroffenen darauf vertrauen kann, mit all seinen Empfindungen, Gedanken und Ängsten ernst genommen und respektiert zu werden. Auf verhaltenstherapeutischer Basis, gilt es für aktuelle Notsituationen alltagstaugliche und selbststärkende Strategien zu entwickeln, um den Kontakt zur Wirklichkeit wiederherzustellen. Hier kommt häufig auch die Anwendung von höchst wirksamen

 

Skills aus der DBT (Dialektisch behavioralen Therapie) zum Einsatz. Kognitive verhaltenstherapeutische Ansätze ermöglichen das Entlarven destruktiver und selbstschwächender Einstellungen und Glaubenssätze. Aus eigener Erfahrung zeigt sich hier in der Regel eine Verbindung zur eigenen Herkunftsfamilie, der eigenen Sozialisierung, zu früheren kindlichen Erfahrungen und Werten; ein tiefenpsychologischer Exkurs ist möglich. Mit Hilfe imaginärer Verfahren lassen sich akute Bedrohungen entkräften und gesunde Strategien einüben. Erst wenn der Patient oder die Patientin innerlich dazu bereit ist und sämtliche notwendigen Strategien eingeübt hat, wird sich langsam und sensibel dem eigentlichen Trauma-Inhalt genähert. In so einer Phase kann eine Konfrontation gewählt werden, bei welcher nur der Betroffene spricht, um sein eigenes Tempo zu bestimmen. Der Therapeut passt auf und begleitet den Prozess bzw. steht bei Anfragen zur Verfügung. Die Erfolge einer vielfältigen, aber konsequenten Therapie im geschützten Rahmen sind nicht von der Hand zu weisen.

 

Sollten Sie noch Verständnisschwierigkeiten oder weitere Fragen haben, melden Sie sich gerne über das Kontaktformular oder telefonisch.



Gestalt-Therapie

Die Gestalttherapie basiert auf der Annahme, dass jeder Mensch selbst der beste Fachmann für seine eigenen Prozesse sei. Auch hier ist der Therapeut eher Ratgeber auf  gleicher Augenhöhe, wobei er aus dem großen Fundus dialogischer Techniken eine  passende vorschlägt und den Klienten bei der Auseinandersetzung mit seinen Problemen unterstützt.


Auf diese Weise werden jene Themen behandelt, die für den Betroffenen derzeit im Vordergrund stehen. Es geht dabei weniger um  intellektuelle Leistungen, Verständnis oder Analyse der Zusammenhänge, als um das bewusste Erleben des eigenen Energieflusses bzw. innewohnender Blockaden. Man nennt das auch `Gewahrwerden‘, sonst auch gerne als `Achtsamkeit‘ bezeichnet.
Immer wieder beschreibt der Therapeut Körperhaltung, Mimik und Sprache des Klienten, um ihm bei seiner Bewusstwerdung behilflich zu sein.

 

'Das Paradox der Veränderung'  beschreibt das Phänomen der Auflösung von Störungssymptomen und Ängsten allein durch die Akzeptanz akuter Probleme, Einstellungen oder Verhaltensweisen. Vermeidungs- bzw.

Verdrängungsprozesse kosten nämlich sehr viel Energie und sorgen für großen Leidensdruck.

 

'Wo die Angst ist, ist der Weg',

gilt als zentraler Hinweis in der Aus- einandersetzung mit eigenen Anteilen, welche mit Hilfe zunehmender Bewältigungskompetenzen nicht mehr abgespalten sondern integriert werden können. Im Austausch mit dem
eigenen Körper, Gefühlen oder fiktiven Gesprächspartnern kann der Klient mehr Klarheit gewinnen und so Veränder- ungen zulassen bzw. herbeiführen.

Sowohl in der Einzel- als auch in der Gruppentherapie wird der Kontakt zu den Gesprächspartnern intensiv thematisiert und erprobt.


`Wie innen so außen

bedeutet demzufolge eine Überein-stimmung beeinträchtigter Sozial-kompetenzen in Bezug auf andere, aber auch im Kontakt zur eigenen Person.

Gerne werden in diesem Zusammenhang Rollenspiele eingesetzt, um Ängste zu entkräften, schädliche Glaubenssätze aufzudecken und positive Erfahrungen zu sammeln, was letztlich zu einer gesteigerten Sicherheit und gesteigerten Lebensbewältigungsstrategien führt.






Gesprächstherapie

 

 

Sowohl in der Einzeltherapie als auch in der Gruppentherapie eignet sich die Gesprächstherapie neben anderen Aktionsformen.

 

 

Therapiehunde sind komplett aggressionsfrei und wirken sehr beruhigend.

 

Mein Repertoire: weitere Therapieformen, sowie

Synergetik-Therapie

 

 

Synergetik-Therapie

Dieser Prozess erfolgt in der Tiefenentspannung, wobei das Bewusstsein wach, jedoch einen guter Zugang zu alten, abgespeicherten Energiebildern gegeben ist. So lassen sich Zusammenhänge zu Ängsten, Blockaden, Selbstzweifeln, aber auch zu psychosomatischen Erscheinungen herstellen und Störungen auflösen. Ähnlichkeiten zur Hypnotherapie sind gegeben, doch ist der Patient selbst Gestalter seiner Innenwelten und somit seines eigenen Heilungsprozesses.

 

 Symptomatik



Synergetik-Therapie

Die Synergetik-Therapie ist eine Therapieform, welche sehr gut geeignet ist, um alte, schädliche Denk-
und Handlungsstrukturen zu erfassen, in ihren Auswirkungen auf die eigene Lebensqualität zu
reflektieren, sowie mehr Selbst- und Handlungskompetenz zu entwickeln.
Vorraussetzung ist seitens des Betroffenen ein großes Bedürfnis, sich mit dem eigenen Seelenleben
auseinander zu setzen.

 

 Ein starker Leidensdruck in Form bereits manifestierter Krankheiten führt häufig
letztlich zu dieser Entscheidung.
Die Tatsache, dass Geist, Körper und Seele eine Einheit darstellen und sich gegenseitig beeinflussen
erklärt die positiven Ergebnisse dieser Therapieform auch auf körperlicher Ebene, und wird bei der
Arbeit mit dem Unterbewusstsein genutzt.

 

 

 

 

Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch die Einstellung des Klienten, für seinen Heilungsprozess
selbst verantwortlich zu sein.

 

Diesbezüglich lässt sich auf das physikalische Gesetz der `Synergetik’ verweisen, welches besagt, dass
nach dem Zustand des Chaos eine bessere natürliche Ordnung folgt (Chaostheorie). So lässt sich
naturwissenschaftlich der humanistische Ansatz der so genannten `Selbstheilungskräfte’ erklären
(Existenzialismus).

 

Notwendig dafür ist jedoch, die bestehende Ordnung – man könnte auch sagen, neurotische Muster,
Denkfehler, mangelndes Selbstwertgefühl usw. – aufzulösen, um Veränderungen herbeizuführen.

Dieser Prozess erfolgt in der Tiefenentspannung, wobei das Bewusstsein wach, jedoch einen guter
Zugang zu alten, abgespeicherten Energiebildern gegeben ist. So treten bei diesen Innenweltreisen die
krankmachenden Aspekte in Erscheinung und lassen sich aktiv bearbeiten. Die alternativen
Handlungmöglichkeiten ergeben sich jedoch erst durch die bewusste Auseinandersetzung damit: erst
Chaos, dann Neuordnung. Es geht dabei nicht um das Fantasieren gesellschaftskonformen Verhaltens,
sondern nur um den Akt der Veränderung, was in letzter Konsequenz eine Verbesserung für das eigene
Erleben, bei körperlichen Problemen sowie im sozialen Miteinander oder auf der Arbeit usw. zur Folge
hat.


Der Therapeut ist nicht derjenige, der den Weg vorgibt, sondern der Klient ist selbst der beste Experte
für seine Möglichkeiten. Der Therapeut gibt die Technik vor, macht Vorschläge, verstärkt den Prozess
durch Musik oder eingespielte Geräusche und bemüht sich, die Gesamtstruktur im Blick zu behalten.
Vorgespräch und Nachreflexion stellen die Beziehung zum `Hier und Jetzt’ her und werden zur Planung
des Therapieprozesses genutzt.