Therapieformen

Gestalt-Therapie

Die Gestalttherapie basiert auf der Annahme, dass jeder Mensch selbst der beste Fachmann für seine eigenen Prozesse sei. Auch hier ist der Therapeut eher Ratgeber auf  gleicher Augenhöhe, wobei er aus dem großen Fundus dialogischer Techniken eine  passende vorschlägt und den Klienten bei der Auseinandersetzung mit seinen Problemen unterstützt.


Auf diese Weise werden jene Themen behandelt, die für den Betroffenen derzeit im Vordergrund stehen. Es geht dabei weniger um  intellektuelle Leistungen, Verständnis oder Analyse der Zusammenhänge, als um das bewusste Erleben des eigenen Energieflusses bzw. innewohnender Blockaden. Man nennt das auch `Gewahrwerden‘, sonst auch gerne als `Achtsamkeit‘ bezeichnet.
Immer wieder beschreibt der Therapeut Körperhaltung, Mimik und Sprache des Klienten, um ihm bei seiner Bewusstwerdung behilflich zu sein.

 

'Das Paradox der Veränderung'  beschreibt das Phänomen der Auflösung von Störungssymptomen und Ängsten allein durch die Akzeptanz akuter Probleme, Einstellungen oder Verhaltensweisen. Vermeidungs- bzw.

Verdrängungsprozesse kosten nämlich sehr viel Energie und sorgen für großen Leidensdruck.

 

'Wo die Angst ist, ist der Weg',

gilt als zentraler Hinweis in der Aus- einandersetzung mit eigenen Anteilen, welche mit Hilfe zunehmender Bewältigungskompetenzen nicht mehr abgespalten sondern integriert werden können. Im Austausch mit dem
eigenen Körper, Gefühlen oder fiktiven Gesprächspartnern kann der Klient mehr Klarheit gewinnen und so Veränder- ungen zulassen bzw. herbeiführen.

Sowohl in der Einzel- als auch in der Gruppentherapie wird der Kontakt zu den Gesprächspartnern intensiv thematisiert und erprobt.


`Wie innen so außen

bedeutet demzufolge eine Überein-stimmung beeinträchtigter Sozial-kompetenzen in Bezug auf andere, aber auch im Kontakt zur eigenen Person.

Gerne werden in diesem Zusammenhang Rollenspiele eingesetzt, um Ängste zu entkräften, schädliche Glaubenssätze aufzudecken und positive Erfahrungen zu sammeln, was letztlich zu einer gesteigerten Sicherheit und gesteigerten Lebensbewältigungsstrategien führt.






Gesprächstherapie

 

 

Sowohl in der Einzeltherapie als auch in der Gruppentherapie eignet sich die Gesprächstherapie neben anderen Aktionsformen.

 

Gerade bei schulischen Schwierigkeiten ist Lupine eine gute Unterstützung für Kinder.

 

 

Therapiehunde sind komplett aggressionsfrei und wirken sehr beruhigend.

 

Mein Repertoire: weitere Therapieformen, sowie

Synergetik-Therapie

 

 

Synergetik-Therapie

Dieser Prozess erfolgt in der Tiefenentspannung, wobei das Bewusstsein wach, jedoch einen guter Zugang zu alten, abgespeicherten Energiebildern gegeben ist. So lassen sich Zusammenhänge zu Ängsten, Blockaden, Selbstzweifeln, aber auch zu psychosomatischen Erscheinungen herstellen und Störungen auflösen. Ähnlichkeiten zur Hypnotherapie sind gegeben, doch ist der Patient selbst Gestalter seiner Innenwelten und somit seines eigenen Heilungsprozesses.

 

 Symptomatik


Psychotherapie

Eine allgemeine Definition des Wiener Psychotherapeuten Hans Strotzka (1978) definiert den Begriff der Psychotherapie folgendermaßen:

 

Psychotherapie ist

 

  •     ein bewusster und geplanter interaktioneller Prozess
  •     zur Beeinflussung von Verhaltensstörungen und Leidenszuständen,
  •      die in einem Konsensus (zwischen Patient, Therapeut und Bezugsgruppe) für behandlungsbedürftig gehalten werden,

 

 

 

  •   mit psychologischen Mitteln (durch Kommunikation) meist verbal aber auch nonverbal
  •     in Richtung auf ein definiertes gemeinsames Ziel (Symptomminimalisierung und/oder Strukturänderung der Persönlichkeit)
  • mittels lehrbarer Techniken
  •    auf der Basis einer Theorie des normalen und pathologischen Verhaltens.

(angelehnt an Impulse e.V. Studienbrief 11, S.13)

 

 

 

… sinnvollerweise wird ein integriertes Verfahren angewandt, welches sich aus verschiedenen Methoden zusammensetzt und sich an den Symptomen, Möglichkeiten und Wünschen des Patienten/ Klienten orientiert (voraus gesetzt der Therapeut beherrscht Methodenvielfalt).


Somatoforme Störungen

Aus dem Newsletter für Oktober 2017 des vfp::

 

Hab‘ Dich doch nicht so“ – Diagnose „Somatoforme Störung


Der Verband „Pro Psychotherapie e.V.“ hat jetzt eine Pressemeldung zu dieser Diagnose herausgegeben. Darin heißt es: Wie oft hört man von Freunden oder Familienmitgliedern: „Jetzt hab’ Dich doch nicht so, Du bist ja gar nicht krank.“ Die Realität aber ist, dass rund 13 Prozent der Deutschen an „somatoformen Störungen“ leiden, davon sind wiederum 60% Frauen und 40% Männer. Diese Menschen haben über ein halbes Jahr lang sicht- und fühlbare chronische Beschwerden, deren Ursachen aber oft organisch nicht auffindbar sind. Sehr wahrscheinlich liegen dann psychische Ursachen vor, die auf das vegetative Nervensystem einwirken. Die Patienten erleben neben ihren körperlichen Beschwerden auch die Folgen im persönlichen, sozialen und beruflichen Umfeld. Die somatoformen Störungen drücken sich vielfältig aus: Die meist genannten sind Kreislaufbeschwerden, Schwindel, Schmerzen (Rücken, Kopf, Gelenke oder Brustbereich), Enge-Gefühle, Atemknappheit und Verdauungsprobleme.
Die Ursachen für somatoforme Störungen können in der Gegenwart sowie in der Vergangenheit liegen. Die Leistungsgesellschaft fordert auch hier ihren Tribut, nur dass die Reaktion kein Burn-Out ist, sondern zu somatoformen Störungen führt. Die familiären Ereignisse in der Kindheit können ein Auslöser sein, beispielsweise chronisch-kranke Eltern oder Geschwister sowie Missbrauchserlebnisse. Mittels psychotherapeutischem Vorgehen können aktuelle sowie frühere Belastungssituationen aufgearbeitet werden. Verhaltenstherapeutische Begleitung ermöglicht einen anderen Umgang mit dem eigenen Erleben sowie eine andere Sicht der körperlichen Symptome, die zu einem neuen, stabileren Selbstbild führen. Zu guter Letzt bringt die ärztliche Aufmerksamkeit die gewünschte Fürsorge, nach der sich viele Patienten sehnen.
Wichtig ist bei der Diagnose einer somatoformen Störung, dass die möglichen körperlichen Ursachen geprüft wurden. Danach wird ein Zusammenhang mit psychischer Belastung geprüft. Es wird abgefragt, ob körperliche Probleme mit psychischen Phasen einhergehen oder verstärkt werden. Anschließend wird eine ausführliche psychische Diagnostik durchgeführt. Ebenfalls wird geklärt, ob Traumata, Konflikte oder Süchte vorliegen. Manchmal liegt auch ein Zusammenhang mit einer Persönlichkeitsstörung vor, die grundsätzlich behandelbar sind.